Vorwort

 
“Wolfram Schaa - Kurswechsel für Zirndorf”
Wahlprogramm

    Warum braucht Zirndorf einen Kurswechsel und kein “Weiter so wie bisher”?

    Schon jetzt sind die Auswirkungen der Globalisierung und des demografischen Wandels allgegenwärtig. Auch die Umweltprobleme werden immer direkter spürbar. Darauf gilt es sich als wettbewerbsbereite und langfristig nach vorne schauende Stadt einzustellen, und zwar jetzt! Hierzu bedarf es eines dringenden Kurswechsels, für den ich stehe, und den ich zusammen mit Ihnen, liebe Zirndorferinnen und Zirndorfer für Sie und die nachfolgenden Generationen einschlagen werde.

    Das bedeutet, nicht mehr planlos und den sehr oft selbstverursachten Sachzwängen folgend Straßen zu bauen, Bau- und Gewerbegebiete auszuweisen und davon auszugehen, dass man damit ja wohl das Beste für die Entwicklung der Stadt tue. Die Zeiten, in denen es ausreichte, auf Wachstum an sich zu setzen sind vorbei. Die Zauberformel für die Zukunft heißt qualitatives und nachhaltiges Wirtschaften und Entwickeln, zum langfristigen Vorteil für die Stadt und ihre Bürger. Diese Entwicklung muß aber genauso den Zielen von Konkurrenzfähigkeit und Attraktivität Rechnung tragen. Dringenden Handlungsbedarf in Sachen Attraktivität gibt es aktuell in Sachen Radfahrfreundlichkeit.

    Aber wir haben doch ein Stadtentwicklungskonzept, werden jetzt manche fragen. Ja, und manches davon, insbesondere das Ziel der Entwicklung der Altstadt ist korrekt und in Ordnung. Doch in einigen Zielen ist dieses Konzept zu allgemein und ohne Auskunft über die zeitliche Relevanz oder Zwischenziele. Diese gilt es auf den Weg zu bringen und das Konzept in Sachen Zukunftsfähigkeit einer dringenden Überprüfung zu unterziehen. Beispielsweise in der geplanten Entwicklung Anwandens, die mit dem derzeitigen Stadtentwicklungskonzept nicht im geringsten im Einklang steht und quasi mit der Brechstange entwickelt werden soll.

    Kurzsichtig und illusorisch ist auch die Hoffnung, die Verkehrsentwicklung, ganz speziell die des Öffentlichen Personen Nahverkehrs, werde sich schon irgendwie ergeben. Wir können nicht warten, bis wir in vielleicht 30 Jahren feststellen, dass wir uns aufgrund leerer staatlicher und kommunaler Kassen eine U-Bahn weder leisten, geschweige denn unterhalten können. Diese Debatte unter Einbeziehung der Bibertbahn in ein Nahverkehrskonzept muß jetzt geführt werden! Oder wollen wir das Problem der Rothenburger Straße auf den St. Nimmerleinstag verschieben? Deshalb Mut zu einem modernen, ökologischen und bequemen ÖPNV, dessen soziale Funktion ich als wichtige Zukunftsinvestition sehe.

    Und damit bin ich bei einem weiteren wichtigen Punkt der Zukunftsentwicklung, nämlich der Forcierung der erneuerbaren Energien. Hier muß Zirndorf aufwachen! Da reicht es nicht, endlich unsere Forderung nach Installation von Photovoltaikanlagen auf städtischen Dächern umzusetzen. Bereits 2002 hatten wir Grünen die Bereitstellung dieser Dächer hierfür beantragt. Da müssen Nägel mit Köpfen gemacht werden! Vorrang für erneuerbare Energien, energiesparende Bauweisen, wirkliches Umdenken und die Bereitschaft aller sind hier von Nöten. Beispiel gebende Kommunen gibt es genug; man muß nur wollen und das Thema dezentrale Energieversorgung angehen!

    Aber auch sozial und kulturell kann und muß sich Zirndorf noch weiterentwickeln.

    Sozial in Bezug auf die Intensivierung des Zusammenlebens von Jung und Alt und damit als Schlüssel für den Ausgleich gewandelter Sozialstrukturen in unserer Gesellschaft. Wir können es uns nicht leisten, menschliche Fähigkeiten und Fachwissen brach liegen zu lassen. Das Ehrenamt und die Bereitschaft zur sozialen Hilfeleistung bedürfen der weiteren Stärkung und Lenkung.

    Kulturell, mit Seitenblick auf das Tourismuskonzept und die nötige Attraktivität der Stadt, gilt es neue Maßstäbe zu setzen und auch den Bereich Kunst mehr zu fördern. Das rege Vereinsleben, die Zirndorfer Traditionen und die heimische Kultur spielen dabei eine wichtige Rolle.

    Und bei all diesen für Zirndorf wichtigen Perspektiven sehe ich es als oberste Prämisse, Sie liebe Bürgerinnen und Bürger auf diesem Weg mitzunehmen und das Wohl der Stadt zusammen mit Ihnen zu gestalten. Denn nur, wenn wir alle gemeinsam anpacken, werden wir die Herausforderungen der Zukunft zum Wohl unserer Stadt bewältigen!

    Deswegen lautet meine Devise “Kurswechsel für Zirndorf”.

    Mit freundlichen Grüßen,

    Ihr

      Wolfram Schaa